Was ist ein MAD-Gerät und wie funktioniert es?
Unterkieferprotrusionsschienen (UPS), auch bekannt als Mandibular Advancement Devices, bieten zahlreiche Vorteile und tragen vor allem zur Linderung von Schnarchen und Schlafapnoe bei. Eine Studie aus dem Jahr 2000 mit einer kleinen Stichprobe von 22 Personen, die UPS über einen Zeitraum von 12 bis 30 Monaten nutzten, zeigte, dass die Schienen bei beiden Beschwerden wirksam sind. Alle Teilnehmenden äußerten den Wunsch, die Schienen weiterhin zu verwenden. Das Royal Australian College of General Practitioners (RACGP) weist darauf hin, dass UPS besonders für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe, junge Erwachsene, Frauen und Personen mit zurückweichendem Unterkiefer geeignet sind. Auch Personen, deren Schlafapnoe sich beim Schlafen auf der Seite bessert, profitieren davon. Ältere Erwachsene, übergewichtige Personen oder Personen mit überschüssigem Fettgewebe im Halsbereich, Personen mit Kiefersteifigkeit, Personen mit Zahnerkrankungen wie Parodontitis und Personen mit zentraler Schlafapnoe erfahren hingegen möglicherweise keine signifikante Symptomverbesserung durch UPS.
Gibt es Nebenwirkungen bei der Verwendung einer Unterkieferprotrusionsschiene?
Obwohl Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) Schlafapnoe und Schnarchen lindern können, sind mögliche Nebenwirkungen zu beachten. Dazu gehören Beschwerden im Mund- und Kieferbereich, Zahnschmerzen, vermehrter Speichelfluss, Mundtrockenheit und Zahnfleischreizungen.
Eine der beliebtesten Unterkieferprotrusionsschienen mit klinisch nachgewiesenen Ergebnissen bei leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe ist die Oniris Unterkieferprotrusionsschiene.
MAD vs. CPAP: Welches ist wirksamer bei der Behandlung von Schlafapnoe?
Bei der Behandlung von Schlafapnoe gilt die kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP) als Standardtherapie. Allerdings fällt es manchen Patienten schwer, die Therapie konsequent durchzuführen. Tatsächlich zeigen Studien, dass etwa 50 % der CPAP-Anwender die Behandlung irgendwann abbrechen. Ein im „Journal of Thoracic Disease“ veröffentlichter Übersichtsartikel legt nahe, dass Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) für Menschen mit leichter Schlafapnoe oder Schwierigkeiten mit der CPAP-Therapie hilfreich sein können. Insgesamt ist CPAP zwar wirksamer als UPS, aber UPS sind in der Regel kostengünstiger und einfacher in der Anwendung, da sie tragbar sind, weniger Platz im Schlafzimmer benötigen, geräuschlos arbeiten und keinen Stromanschluss benötigen. UPS sind jedoch nicht für jeden geeignet und können laut der American Thoracic Society zwar die Symptome lindern, aber die Schlafapnoe nicht vollständig kontrollieren. CPAP hingegen bietet mit größerer Wahrscheinlichkeit eine sofortige Linderung der Schlafapnoe-Symptome.
Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) bieten eine praktische Lösung zur Behandlung von Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe. Sie zeichnen sich durch minimale Nebenwirkungen, benutzerfreundliches Design und Kosteneffizienz im Vergleich zu CPAP aus. Allerdings profitieren nicht alle Personen von UPS, insbesondere nicht diejenigen mit schwerer oder zentraler Schlafapnoe. Bei Verdacht auf Schlafapnoe wird empfohlen, einen Arzt oder Schlafmediziner zu konsultieren. Die Diagnose Schlafapnoe kann durch eine Schlafuntersuchung bestätigt werden. Anschließend kann ein Spezialist geeignete Behandlungsalternativen anbieten.