Fühlen Sie sich morgens manchmal völlig erschöpft, unabhängig davon, wie viele Stunden Sie nachts geschlafen haben?
Tatsächlich geht es weltweit etwa 900 Millionen Menschen so. Die Ursache: obstruktive Schlafapnoe (OSA), eine beeinträchtigende Schlafstörung, die die Atmung während des Schlafs kontinuierlich behindert und mitunter zu Atemaussetzern von bis zu einer Minute führt.
Bei Episoden obstruktiver Schlafapnoe kommt es zum Kollaps der Atemwege, wodurch die Atmung verhindert wird. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und man wacht unwillkürlich auf, ohne dass man überhaupt merkt, was gerade passiert ist.
Am Morgen fühlen Sie sich völlig erschöpft, als hätten Sie überhaupt nicht geschlafen, obwohl Sie früh ins Bett gegangen und um 9 Uhr aufgestanden sind.
Leider wissen viele Schlafapnoe-Betroffene nicht, dass sie an einer ernsthaften Erkrankung leiden, die sie am erholsamen Schlaf hindert. Sie ahnen weder, wie viele Schlafapnoe-Episoden pro Stunde sie betreffen, noch dass ihr Blutsauerstoffgehalt (O2-Sättigung) aufgrund der obstruktiven Schlafapnoe die ganze Nacht über schwankt.
Was können Sie tun, um festzustellen, ob Ihre Sauerstoffwerte im gesunden Bereich liegen?
Die Antwort: Sie können Ihren Blutsauerstoffgehalt mit einem Pulsoximeter überwachen.
- Eine verminderte Sauerstoffsättigung liegt bei Werten unter 96 % vor.
- Oximeter berechnen die O2-Sättigung durch Messung des Blutsauerstoffgehalts.
- Die Sauerstoffsättigungsmessung analysiert den Prozentsatz an oxygenierten Hämoglobinen in den roten Blutkörperchen.
Die Methode ist völlig nicht-invasiv; man legt das Pulsoximeter einfach auf den Finger, und es scannt die Haut mit rotem Licht. Anschließend liefert das Gerät sofort eine Antwort darüber, ob die Sauerstoffsättigung im Normbereich liegt oder nicht.
Was ist Hypoxämie?
Bei schweren Schlafapnoe-Episoden kann der Sauerstoffgehalt im Blut unter 79 % sinken, während moderate Apnoe-Episoden ihn oft unter 90 % senken und so eine Hypoxämie verursachen. Hypoxämie äußert sich durch Symptome wie Atemnot und unregelmäßige Atmung. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sollten Sie nicht zögern und so schnell wie möglich Ihren Arzt aufsuchen.
Verzichten Sie also nicht auf einen erholsamen Schlaf und finden Sie heraus, ob Ihre Blutsauerstoffsättigung im gesunden Bereich liegt! Die Lösung dafür ist bereits da: Pulsoximeter.
Wie versteht man Schlafapnoe mithilfe von Pulsoximetern?
Ein niedriger Sauerstoffgehalt im Blut kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Komplikationen führen, wie zum Beispiel Herzkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck und Depressionen, um nur einige zu nennen.
Bei einer Untersuchung auf Schlafapnoe wird Ihr Schlafmediziner die Pulsoximetrie einsetzen, um genau zu ermitteln, wie oft Ihre Atmung im Schlaf aussetzt. Das Oximeter zeigt präzise an, wie Ihre Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz durch Atemaussetzer beeinflusst werden, indem es Licht einer bestimmten Wellenlänge auf Ihren Finger richtet.
Die Veränderungen werden von Ihrem Schlafmediziner sorgfältig aufgezeichnet und am Morgen analysiert. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet, um festzustellen, ob Sie an obstruktiver Schlafapnoe (OSA) leiden und wie schwerwiegend diese ist.
Kurz gesagt, wenn Sie häufige Abfälle der Sauerstoffsättigung im Blut erleben, dann leiden Sie sehr wahrscheinlich an obstruktiver oder zentraler Schlafapnoe.

Blutsauerstoffwerte: Was ist sicher und was nicht?
Fällt Ihre Sauerstoffsättigung unter 92 %, kann dies auf ein Atemproblem als Ursache hindeuten. Dies könnte bedeuten, dass Sie an obstruktiver Schlafapnoe oder einer anderen Erkrankung wie Asthma oder COPD leiden.
Der wichtigste Faktor, um zu entscheiden, ob diese Sauerstoffabfälle tatsächlich problematisch oder irgendwie normal sind, ist das Verständnis ihrer Dauer; das heißt, wie lange dauern diese Sauerstoffabfallphasen an, die Sie jede Nacht erleben? Sie können kurz (und damit normal) oder lang anhaltend sein und ernsthafte gesundheitliche Komplikationen nach sich ziehen.
Wenn Sie sich entscheiden, keinen Termin bei einem Schlafmediziner zu vereinbaren und diese Art von Untersuchung in dessen Schlaflabor durchführen zu lassen, können Sie selbstverständlich auch ein Pulsoximeter verwenden und Ihren Schlaf bequem von zu Hause aus selbst überwachen.
Pulsoximeter: Erschwinglichkeit vs. Zuverlässigkeit
Glücklicherweise sind Pulsoximeter sehr preiswert und zuverlässig, wenn es um die Überwachung des Sauerstoffgehalts im Blut geht. Sie können helfen, die Ursache für diese Abfälle zu erkennen und festzustellen, ob Schlafapnoe der mögliche Auslöser ist. Alternativ können Sie auch selbst aktiv werden und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Die kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP) gilt als Goldstandard in der Behandlung von Schlafapnoe. Bevor Sie damit beginnen, müssen Sie jedoch zunächst verstehen, was in Ihrem Körper vor sich geht und wie sich dies genau auf Ihren Alltag auswirkt.
Pulsox-Nutzung: vor der nächtlichen Diagnose, nach der Erstdiagnose und während der laufenden Behandlung
Pulsoximeter werden direkt zur Diagnose schlafbezogener Atmungsstörungen bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) eingesetzt und sind zu einem unverzichtbaren Instrument in der klinischen und häuslichen Schlafdiagnostik geworden. Sie eignen sich besonders gut zur Überwachung der Schlafapnoe vor nächtlicher Sauerstoffsättigungsabnahme, sowohl während der Erstdiagnose als auch während der laufenden Behandlung. Von allen Methoden zur Messung der Blutsauerstoffsättigung gelten Pulsoximeter als Goldstandard, wenn es um eine dauerhaft hohe Genauigkeit bei der großen Mehrheit der Apnoe-Patienten geht. Dank der jüngsten Fortschritte in der Pulsoximetrie-Technologie hat sich diese Genauigkeit deutlich verbessert.
Die Pulsoximetrie ist die wichtigste Methode zur Überwachung der Blutsauerstoffsättigung während der CPAP-Therapie und hilft bei der Einstellung des optimalen Luftdrucks und -flusses für den jeweiligen Bedarf. Allerdings reicht die Oximetrie allein durch die Messung des Sauerstoffgehalts nicht aus, um eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) zu diagnostizieren. Daher dienen Pulsoximeter zwar als wichtige diagnostische Maßnahme, stellen aber lediglich eine ergänzende Überwachungsmethode dar, die bei der OSA-Diagnostik durch andere Standardverfahren der Datenerfassung bestätigt werden muss. Darüber hinaus kann die Sauerstoffmessung falsch-negative oder falsch-positive Ergebnisse liefern, weshalb sie mit anderen Diagnoseverfahren kombiniert werden muss. Die Genauigkeit von Pulsoximetern kann zudem durch andere Grunderkrankungen (z. B. Diabetes) oder ungesunde Gewohnheiten (z. B. Rauchen) beeinträchtigt werden.
In den USA gilt ein Abfall des Blutsauerstoffgehalts um 4 % als Voraussetzung für die Diagnose einer Schlafapnoe. Selbst ein geringerer Abfall um 2 % kann jedoch auf einen ernsten klinischen Zustand hinweisen, der sofortige Behandlung erfordert. Eine sofortige CPAP-Therapie ist nicht zwingend notwendig, aber weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die Ursache zu ermitteln und festzustellen, ob es sich tatsächlich um eine obstruktive Schlafapnoe handelt.


